Berliner Symphoniker begeistern im Forum 29. Oktober 2012 | 00:10 Uhr | von fko   Zeigte ihr großes Können am alten Flügel: Pianistin Lida Kantscheva-Panteleev. SCHENEFELD. So voll war es auf der Bühn
Lida Kantscheva-Panteleev

Berliner Symphoniker begeistern im Forum

29. Oktober 2012 | 00:10 Uhr | von fko

SCHENEFELD. So voll war es auf der Bühne des Schenefelder Forums selten. Stuhl reihte sich an Stuhl - und in der Mitte prangte ein Flügel, hinter dem selbst das Dirigentenpult vollständig verschwand. Denn Marita Peemöller, Vorsitzende des Kulturvereins Forum Schenefeld, ist es gelungen, ein Weltklasse-Orchester in die Stadt zu locken: Die Berliner Symphoniker traten zusammen mit der Pianistin Lida Kantscheva-Panteleev unter der Leitung von Dirigent Martin Panteleev am Sonnabend in Schenefeld auf.

Peemöller begrüßte die Musiker und das Publikum: "Die Berliner Symphoniker sind international unterwegs und haben schon auf Bühnen in Europa, Japan, China, Afrika und Südamerika gastiert. Jetzt spielen sie bei uns in Schenefeld, da können wir schon stolz sein."

Der Konzertabend begann mit einem Stück von Panteleev selbst, der neben Violine und Dirigieren auch Komposition studiert hat. Seine symphonische Dichtung "Die Insel" entführte das Publikum tonmalerisch an sturmumbrauste Strände: Eindrucksvoll evozierten Tremoli und Paukengrollen das Brechen der Wellen, während hohe Bläser und Schlagwerk mit chromatischen Wendungen und Sekundreibungen orientalisches Flair zauberten. Anklänge an Bedich Smetanas "Moldau" waren genauso zu erkennen wie an Harry Gregson-Williams, der unter anderem die Filmmusik zu "Die Chroniken von Narnia" geschrieben hat.

Beeindruckend war der klare, fast transzendente Streicherklang. Beim folgenden Konzert für Klavier und Orchester (KV 414) von Wolfgang Amadeus Mozart brachte Solistin Kantscheva-Panteleev eine wahre Meisterleistung zustande: Sie bestritt das Konzert an dem - so Peemöller wörtlich - "abgewrackten Klavier" des Kulturvereins. Und es ist wahr: Der alte Bechstein-Flügel hat wirklich schon bessere Tage gesehen, der harsche Ton und das gelegentliche Knarzen standen dem ausgewogenen und reinem Orchesterklang im teils schroffen Gegensatz gegenüber. Trotzdem gelang es Kantscheva-Panteleev ein eindrucksvolles Spiel abzuliefern. Sie meisterte die schnellen mozart’schen Läufe und entlockte dem betagten Klavier mit ihrer Intonation sanfte Töne. Nachdem in der Pause das Klavier von der Bühne geräumt wurde, bot sich dem Publikum erstmals freie Sicht auf die Musiker und den Dirigenten. Das lohnte sich, denn für Ludwig van Beethovens fünfte Symphonie - auch bekannt als "Schicksalssymphonie" - gaben sie Vollgas. Besonders der weltberühmte, unheilschwangere erste Satz mit seiner markanten ersten Phrase riss das Publikum mit - und den Dirigenten fast von seinem Pult. Doch auch der letzte Satz lieferte mit seinen Pauken- und Beckenschlägen reichlich Action und bildete einen fulminanten Abschluss. Nach anhaltendem Applaus legten Panteleev und seine Musiker noch mit der Ouvertüre aus Mozarts "Die Hochzeit des Figaro" nach.

Nicht ganz so voll wie die Bühne waren die Stuhlreihen besetzt. Der Saal war zu Dreiviertel gefüllt.

 



Herr Holm

Schenefelder Tageblatt 5. März 2012 von Achim Sauerberg

Holm auf Identitätssuche

SCHENEFELD."Ja, guten Abend, meine Damen und Herren, ich möcht mich kurz vorstellen - mein Name ist Holm, Herr Holm für Sie." Mit diesem Satz hat Kabarettist Dirk Bielefeldt seine Kunstfigur "Herr Holm" in der deutschen Comedy-Welt verewigt. In seiner neuen Bühnenshow verlässt Holm die Beamtenstube, zieht seine blaue Polizeiuniform aus, um in der alten grünen Hamburger Dienstkleidung seinen wohlverdienten Feierabend zu verbringen. Wer hier auf den schrulligen Polizisten, der neunziger Jahre gehoffte hatte, war fehl am Platz. Im ausverkauften Schenefelder Forum bekam das Publikum eine weitaus anregendere Darbietung als eine aufgewärmte Präsentation der bekannten Klamaukfigur aus der Fernsehreihe "Comedy Club".


Kein trotteliger Paragraphenreiter mehr

 

"Meine Axt, die habe ich schon ewig. Zwischendurch musste ich mal einen neuen Stil besorgen. Aber sonst ist die noch gut. Ach ja und letztes Jahr hab ich mir einen neuen Keil geleistet. Meine treue Axt." Es sind die stillen Momente in den Bielefeldt brilliert. Herr Holm ist nicht mehr der rabiate, zu weilen trottelige, Paragraphenreiter. Holm sinniert über seinen verstorben Hund, klagt über sein Pech bei Frauen und schreibt Gedichte. Die wortlosen Momente sind es, in denen es sich das Publikum vor lachen nicht mehr halten kann. Mit bester getimter Mime wird der Verzehr eines Apfels zum komödiantischen Höhepunkt: das Polieren eines Apfels am Ärmel - die Genuss erwartung mit ehrfürchtig erregtem "Hah!" hinauszögernd, zudem lange und wiederholt mit Schnodder und einem hängenden "Fitzelchen" im Rachen kämpfend - wird es zu einem schauspielerischen Kabinettstückchen.
Holm erfindet sich neu und ermöglicht es dem gelernten Schauspieler eine größere Bandbreite seines Können zu präsentieren. Allerdings merkt man der Bühnenshow diese Suche nach einer neuen Identität an. Anstatt mehr auf feinere humoristische Einlage zu bauen, stolpert Bielefeldt, wenn er dem Massengeschmack gerecht werden will. Das Programm verliert seinen Glanz, wenn er über Geschlechterfragen und die neue gesellschaftliche Rolle des Mannes blödelt.


Abgedroschene Kalauer anstelle guter Parodien

 

Leider gelingt es ihm nicht das Thema adäquat aufzubereiten und er untermauert seine Fehlgriffe eher mit abgedroschenen Kalauern als mit guten Parodien. Falsch einparkende Frauen und Männer die sich Bier trinkend aufs Sofa fläzen sollte der Kabarettist lieber grenzdebilen Comedians wie Mario Barth überlassen. Das Programm unterhält durchweg. Um aus der Masse herauszustechen, fehlt "Holm privat" jedoch die nötige Courage und der Esprit etwas Neues zu beginnen - weit ab von Männern, die sich in Selbstmitleid baden und gern wieder Cowboys wären, die Planwagentracks durch den Wilden Westen führen.



Schenefelder Tageblatt 28. Februar 2012 von Achim Sauerberg

Liebeserklärung von Justus Frantz

SCHENEFELD.Klassik zieht nicht? Oh, doch. Am Sonntag zog es die Zuschauer zu Hunderten ins Schenefelder Forum. Allerdings bedurfte es dazu auch zweier Weltstars wie Justus Frantz und Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), um die Konzertreihen zu füllen. Vor der Veranstaltung des Fördervereins Forum standen die Besucher Schlange, um die letzten Karten zu ergattern. Bis auf wenige Plätze war am Ende alles ausverkauft.


Umjubeltes Fest für die Sinne

 

Und nicht nur die Klassikfans waren am Ende vom Forum überzeugt. "Wenn ich früher gewusst hätte, das Schenefeld so einen wunderschönen Konzertsaal hat, wäre ich als Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festivals öfters hergekommen. Leider ein wenig zu spät, da ich jetzt nur wenig Einfluss auf die Geschicke habe", erklärte Justus Frantz.


Der Auftritt des Klassik-stars war ein Fest für die Sinne. Er nahm sein Publikum mit auf eine Reise nach Paris. Auf Mozarts Weg in die Unabhängigkeit führte der Weltstar in anschaulicher Weise durch ein Stück Zeitgeschichte. Beeindruckend: die Stücke des jungen Mozarts. Mit viel Einfühlungsvermögen entfaltet der Gründer der Philharmonie der Nationen die umfangreichen Facetten der drei Klaviersonaten F-Dur, KV 332, a-Moll, KV 300 d, und A-Dur, KV 300 i. In der a-Moll Sonate arbeitete er die harten Töne heraus und veranschaulichte, wie avantgardistisch Mozart in seinen frühen Jahren arbeitete. Nicht ohne Grund nannte er es Zornes Sonate. Das Stück wirkte geradezu aggressiv im Vergleich zu den sonst so eingängigen Melodien des Mozarts.


Mit der Sonate in F-Dur zeigte er den jungen Mozart, wie man ihn kennt. Die Reisesonate, wie Justus Frantz das Klavierstück taufte, gab sich beschwingt und leicht. Eingänge Melodien, die in ihren klaren und hellen Tönen bezauberten.


Ein orangenes Gerbera-Gesteck, einen Kronleuchter und ein mächtiger Yamaha-Flügel: Es bedurft nicht vieler Requisiten, den international anerkannten Künstler in Szene zu setzen. Mit knallroter Brille auf der Nase und im legeren Anzug ohne Fliege zog Frantz das Publikum in den Bann. Sein Spiel war unvergleichlich virtuos. Allerdings: Sein Vortrag und die Einführung in die Stücke war wohl für so manchen echten Klassikfan zu oberflächlich. Für Einsteiger war es dagegen ein gut gemachter Einblick in Mozarts Leben zurzeit seines Durchbruchs am Hof von Versailles.


Das Publikum war begeistert. Mit stehenden Ovationen feierten die Schenefelder den Pianisten und Dirigenten, dessen Passion es ist, die klassische Musik als Kulturerbe zu erhalten und in die nächste Generationen weiter zu tragen. Die hatte er auch gleich selbst mitgebracht. In der Pause gab Frantz Autogramme und unterhielt sich fröhlich mit seinen Fans. An seiner Seite: sein fünfjähriger Sohn Justus Konstantin, Jujascha genannt, der fleißig seine Unterschrift neben die seines berühmten Vaters setzte.

 



Justus Frantz

Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 4. April 2011 von Günther Meier

 

Aus den Tiefen der russischen Seele

Stimmgewaltig und ausdrucksstark: Der Don Kosaken Chor Serge Jaroff überzeugte durch sein überwältigendes Klangspektrum. Meier SCHENEFELD.

 

Schlicht in der Kleidung, gewaltig in den Stimmen: Der Don Kosaken Chor Serge Jaroff beeindruckte das Publikum des Gala-Konzerts im Forum. Mit geistlicher und weltlicher Chormusik entführten die Sänger ihre Zuhörer in die Welt des alten Russlands.

 

Dann traten die Sänger mit dem Chorleiter Wanja Hlibka auf die Bühne. Vorgetragen wurden im ersten Block Kirchenlieder, beginnend mit dem "Ersten Psalm Davids" und "Gott rettet das Volk". Nach der Pause folgten Volksweisen und Balladen. Das vierstimmige Spitzenensemble sang "Kalinka" und "Abendglocken". Der Chor überzeugte durch sein kultiviertes Stimmpotenzial, seine Klangschönheit und durch sein überwältigendes Klangspektrum. Von den höchsten Höhen der strahlenden jungen Tenöre über den herausragenden Bariton bis hin zu dem abgrundtiefen Bass profundo reichte die Bandbreite. Hinzu kam eine ausgefeilte differenzierte und nuancenreiche Vortragskultur, die jedes Werk für sich zu einem Erlebnis werden ließ. Das enthusiastisch reagierende Publikum klatschte im Takt mit. Mit stehenden Ovationen bedankten sich die Musikfreunde für einen bestens zusammengestellten, klangsatten Abend voller Glanz. Dann wurde es noch einmal still im Saal. Mit dem Vortrag von "Ich bete an die Macht der Liebe" verabschiedeten sich Sänger.



Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 2. März 2011 von krk

 

Am 12. März trifft im Forum Ossi auf Wessi

 

SCHENEFELD. Sie sind wieder da: Die Kabarettisten Baumann & Clausen stoppen am Sonnabend, 12. März, auf ihrer Tour durch den Norden in Schenefeld. Im Gepäck haben sie ihr Erfolgsprogramm "Die Wende in 90 Minuten", das sie bereits 2010 auf die Forumsbühne brachten. Dabei widmen sich die Vollblutbeamten, bekannt aus dem Hörfunk, einer deutsch deutschen Freundschaft. Wie Jens Lehrich alias Hans Werner Baumann und Frank Bremser alias Oberamtsrat Alfred Clausen die Wiedervereinigung auf die Schippe nehmen, können Schenefelder ab 20 Uhr im Forum geniessen.



Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 18. März 2011 von Bettina Biester

 

SHMF adelt Schenefelds Forum

 

Istanbul, Granada, Berlin und jetzt Schenefeld: Das Schleswig-Holstein Festival Orchester ist international unterwegs. PT (2)

SCHENEFELD. Ein Traum wird wahr: In diesem Jahr gastiert das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) zum ersten Mal in Schenefeld. Am 16. Juli um 16 Uhr erklingt im Forum das Kinderorchesterstück "Ali Baba und die 40 Streicher". "Das wird ein Hochgenuss für alle Schenefelder", freut sich Bürgermeisterin Christiane Küchenhof.

Bereits vor vier Jahren soll es Gespräche gegeben haben, um das SHMF nach Schenefeld zu holen. Geklappt hat es nicht. Schuld waren angeblich der düstere Eingang des Forums sowie die sanierungsbedürftigen Toiletten. Die wurden zwar nicht verändert, aber trotzdem hat Schenefeld es jetzt auf die SHMF-Landkarte geschafft.

Das hat die Stadt dem Einsatz des Kulturvereins Forum Schenefeld zu verdanken. "Wir freuen uns natürlich riesig, dass es dieses Mal geklappt hat", betont die Vereinsvorsitzende Marita Peemöller.

 

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Dieses Jahr erwartet das Schenefelder Publikum jedenfalls ein ganz besonderes Schmankerl: das Stück "Ali Baba und die 40 Streicher" - gespielt vom Schleswig-Holstein Festival Orchester. Das Stück erzählt eine Fortsetzung der Geschichte des Märchenhelden Ali Baba. Nachdem dieser einen sagenhaften Schatz gefunden hatte, dient er nun am Hofe des Großwesirs als Klarinettist in einem Orchester. Dieses darf jeden Morgen den Wesir wecken. Doch da sich seine Gemahlin lieber von einem Blasorchester aus dem Schlaf musizieren lässt, werden die Streicher kurzerhand verbannt. Sie dürfen nur unter einer Bedingung an den Hof zurückkehren: Sie müssen einen fliegenden Teppich auftreiben.

Spannend und orientalisch: Damit passt das Stück genau zu dem Motto der diesjährigen Auflage des SHMF: "Merhaba Türkiye - Willkommen Türkei". Vom 9. Juli bis 28. August erklingen 131 Konzerte an 44 Orten und 77 Spielstätten - das Forum Schenefeld ist eine davon.
Schriftliche Kartenbestellungen sind ab sofort möglich unter: Kartenzentrale des SHMF, Postfach 3840, 24037 Kiel, Fax: (04 31) 2 37 07 11. Telefonischer Vorverkauf unter (04 31) 23 70 70 sowie der örtliche Ticketverkauf beginnen am 11. April.

 

Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 23. Dezember 2010 von Nicola Rochlitz

 

 

Volles Haus: Scheibner hat’s geschafft

 

 

SCHENEFELD. So voll war es schon lange nicht mehr im Schenefelder Forum. Das, wovon das Altonaer Theater nur träumen kann, ist Hans Scheibner geglückt. Mit einer witzig-bissigen Weihnachts- und Politsatire lockte der 74-Jährige die Zuschauer massenweise an. Bereits Wochen vorher gab es keine Karte mehr. Ausverkauft. Scheibner ist in Sachen Unterhaltung einfach ein Publikumsmagnet.
Und damit nicht genug - 400 Zuschauer geben auch dem Kulturverein recht, die dem Kabarettisten und Liedermacher eine Bühne boten, nachdem das JUKS einen Auftritt ablehnte (wir berichteten). Ein Ja vom Kulturverein, ein Nein vom JUKS - das führte sogar zum Streit unter den Kulturschaffenden.
Den Schenefeldern war das egal. Sie genossen die Show "Wer nimmt Oma?" mit Scheibner, seiner Ehefrau Petra Verena und Tochter Raffaela. Mehr als zwei Stunden unterhielt der Künstler die 400 Gäste mit einer Mischung aus Vorträgen, Schauspiel und Gesang.

 

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Mit der Show von Hans Scheibner, so das Fazit vieler Gäste, hat der Kulturverein Forum Schenefeld wieder einmal ein Highlight in die Stadt geholt.

 

 

Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 17. November 2010

(lzi)

 

Strippende Polizisten und verliebte Bordsteinschwalben

 

SCHENEFELD. Das "Herz von St. Pauli" schlug an einem Abend ausnahmsweise einmal in Schenefeld. Der Kult-Song über den wohl bekanntesten Hamburger Stadtteil durfte in einer Show über das Leben auf der Reeperbahn natürlich nicht fehlen. 433 begeisterte Besucher verfolgten im ausverkauften Forum das Gastspiel der "pinneberger Bühnen", die ihr neues Stück "Night Fever - das Kiez-Musical" vorstellten.

 

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Auch die Choreographie überzeugte. Vor allem die Table Dancer legten furiose Auftritte hin und waren echte Hingucker. Die weiblichen Besucher hatten vor allem Augen für die männlichen Stripper, die in Frauenkleidern viel Bein zeigten und zum Schluss fast alle Hüllen fallen ließen. So waren auch wirklich alle Klischees vom Leben auf dem Kiez auf amüsante Art abgedeckt, und die Zuschauer konnten am Ende zufrieden nach Hause gehen. Manch einer dürfte auf dem Heimweg wohl noch leise das "Herz von St. Pauli" oder einen der anderen Kultsongs aus der Show gesummt haben.

 

 

Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 6. November 2010

( lzi)

 

"Biene Maja" und ein wenig Kuschelatmosphäre

 

SCHENEFELD. Mit der Titel-Melodie des Films "Krieg der Sterne" fingen sie an: Einen passenderen Start hätten David Harrington und Götz Östlind für ihr Konzert im Schenefelder Forum nicht finden können. Ihr Auftritt war schlicht "galaktisch" und riss die rund 300 Besucher von ihren Sitzen. Zwei Stunden boten die zwei, die als "Showpianisten" durch die Welt touren, eine Mischung, die es in sich hatte. Klassik, Boogie Woogie, Volkslieder, Schlager, Popklassiker und Musicalhits wie "Phantom der Oper" und "Ich war noch niemals in New York" - es war für jeden Geschmack etwas dabei.

 

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Volksnah wurde die Show, als die Ton-Akrobaten bei Fernseh-Klassikern wie der "Biene Maja" oder "Heidi" zum Mitsingen einluden und von einem erstaunlich textsicheren und enthusiastischen Besucher-Chor begleitet wurden. Das begeisterte auch die Musiker. Harrington erklärte deshalb ganz unvermittelt, dass er gerne ein wenig kuscheln möchte. Also stürmte er von der Bühne Richtung Publikum, kletterte über mehrere Stuhlreihen, schüttelte etliche Hände - und schaffte es auch noch, fehlerfrei zu singen. Nach dieser furiosen Darbietung gab es endgültig kein Halten mehr. Mit "Standing Ovations" feierten die Besucher die beiden Pianisten.

"Wir kommen wieder", versprach Harrington dem jubelnden Publikum. Für ihn war der Besuch eine Rückkehr in die alte Heimatstadt. Denn er ging in Schenefeld zur Schule.

 

 

Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 05. Oktober 2010

 

Hinter den Kulissen: Zuschauer entdecken die Welt der Oper

 

SCHENEFELD. Breit gefächertes Repertoire: Der Förderverein Forum Schenefeld hat sein Programm um eine Kinderoper erweitert. Am Wochenende wurde das Werk "Der kleine Schornsteinfeger" von Benjamin Britten aufgeführt - und das mit großem Erfolg.

"Wir wollen die Kinder auch außerhalb der Vorweihnachtszeit etwas bieten", sagte Marita Peemöller, Zweite Vorsitzende des Fördervereins, "und die Kleinen an die Kunstgattung Oper heranführen." Sie dankte den Sponsoren, die die Aufführung ermöglicht hatten, darunter die Sparkasse Südholstein und Michalzik Bestattungen.

Das tessitura Musiktheater aus Hamburg unter der künstlerischen Leitung von Maximilian Ponader brachte die kindgerechte und gleichzeitig anspruchsvolle Oper auf die Schenefelder Bühne.

 

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Farbenprächtige Kostüme gaben ein stimmungsvolles Bild. Das Publikum kam in den Genuss von vielen Stimmen des Familien-Chores. Gesangliche Höhepunkte setzten die vier professionellen Solisten. Das Orchester unter der Leitung von Andreas Michalzik begleitete die Oper und machte die Emotionen

direkt hörbar.

 

 

Pinneberger Tageblatt/Schenefelder Tageblatt vom 12. Oktober 2010

Operetten-Hits im witzigen Dialog mit dem Publikum


Geliebte leichte Muse einer legendären Epoche: Der Operettenchor Hamburg bewies im Forum Schenefeld, das ungarisches Pusztafeuer, Wiener Walzerseligkeit oder Pariser Salonfrivolität auch heute noch mitreißenden Charme und Witz versprühen können.

Mit temperamentvoller Ausstrahlungskraft und einer Lust am witzigen Improvisieren verstand es die Chorgründerin am Dirigentenpult, Doris Vetter, das Publikum mitzureißen.

Dies war bereits das vierte Gastspiel der Hamburger im Schenefelder Forum. Nach dem Beifall zu urteilen, der ihnen eine Zugabe nach der anderen abforderte, kommen die Operettensänger bestimmt gerne wieder.

 

 

Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom

17. September 2010:

 

Das Beste aus Operette und Musical

 

Der Hamburger Engelsaal steht in der Düpenaustadt für mitreißende Operettenabende, nun präsentierte das privat finanzierte Haus den Schenefeldern erstmals Volkstheater,

zwei Einakter von Anton Tschechow „Der Bär“ und „Der Heiratsantrag“…

"Was für ein wunderbares, freundliches Publikum", begeisterte sich Schauspielerin Eva Weissmann, die an diesem Abend zum ersten Mal im Forum auftrat…

Weissmann sowie Sven Dahlem und Tom Wodak, zwei alte Bekannte für das Schenefelder Publikum, wurden mit viel Beifall belohnt…

Lustig war es. Bühnenbild und Kostüme stimmten.

 

Haiou Zhang

 

Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 7. Juni 2010

 

Haiou Zhang verzaubert Klassik-Liebhaber

 

Haiou Zhang zog am Freitagabend das Publikum im Schenefelder Forum mit Chopin in seinen Bann. Sein Auftreten verkörperte konzentrierte Leichtigkeit. Das galt auch für seine musikalische Darbietung. Mit seiner Unbeschwertheit nahm er das Publikum an die Hand und führte es mit voller Leidenschaft durch die vier Scherzi von Chopin.

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Am Ende des Konzertes waren die meisten Zuhörer so angetan, dass sie nur noch staunen konnten. Mit Standing-Ovation feierten die über 200 Schenefelder Klassik-Liebhaber den jungen Klassik-Star. Selbst für Nicht-Klassikfans war der Abend eine Offenbarung wie sich gute Musik von einem überragenden Künstler anhören kann.

 



 

Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 3. November 2009

(Günther Meier)

 

Spott und Sarkasmus gepfeffert

 

Die breit gefächerten Veranstaltungen des Kulturvereins genießen weit über die Stadtgrenzen hinaus Anerkennung. Das beweisen eindrucksvoll die Zuschauerzahlen. Keine Ausnahme machte dabei der Auftritt der Leipziger Pfeffermühle im Forum - einst Spitzenkabarett der DDR. Unter dem Titel "Kassa blanka" brachte das Ensemble einen satirischen Polit-Thriller auf die Bühne, der im wahrsten Sinn des Wortes gepfeffert war.

ImVisier: Leere Kassen in Bund und Ländern. Der Titel erinnert an die klassischen Vorlagen von Humphrey Bergmann und Ingrid Bobert. Mit bösen, sarkastischen und mit spöttelnden Zwischentönen nahm sich das Trio Marco Schiedt, Ute Loeck und Peter Mohr die leeren Kassen in Bund, Land und Kommunen vor.