Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 4. April 2011 von Günther Meier
Aus den Tiefen der russischen Seele
Stimmgewaltig und ausdrucksstark: Der Don Kosaken Chor Serge Jaroff überzeugte durch sein überwältigendes Klangspektrum. Meier
SCHENEFELD. Schlicht in der Kleidung, gewaltig in den Stimmen: Der Don Kosaken Chor Serge Jaroff beeindruckte das Publikum des Gala-Konzerts im
Forum. Mit geistlicher und weltlicher Chormusik entführten die Sänger ihre Zuhörer in die Welt des alten Russlands.
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Dann traten die Sänger mit dem Chorleiter Wanja Hlibka auf die Bühne. Vorgetragen wurden im ersten Block Kirchenlieder, beginnend mit dem "Ersten Psalm Davids" und "Gott rettet das Volk". Nach der
Pause folgten Volksweisen und Balladen. Das vierstimmige Spitzenensemble sang "Kalinka" und "Abendglocken". Der Chor überzeugte durch sein kultiviertes Stimmpotenzial, seine Klangschönheit und durch
sein überwältigendes Klangspektrum. Von den höchsten Höhen der strahlenden jungen Tenöre über den herausragenden Bariton bis hin zu dem abgrundtiefen Bass profundo reichte die Bandbreite. Hinzu kam
eine ausgefeilte differenzierte und nuancenreiche Vortragskultur, die jedes Werk für sich zu einem Erlebnis werden ließ. Das enthusiastisch reagierende Publikum klatschte im Takt mit. Mit stehenden
Ovationen bedankten sich die Musikfreunde für einen bestens zusammengestellten, klangsatten Abend voller Glanz. Dann wurde es noch einmal still im Saal. Mit dem Vortrag von "Ich bete an die Macht der
Liebe" verabschiedeten sich Sänger.
Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 2. März 2011 von krk
Am 12. März trifft im Forum Ossi auf Wessi
SCHENEFELD. Sie sind wieder da: Die Kabarettisten Baumann & Clausen stoppen am Sonnabend, 12. März, auf ihrer Tour durch den Norden in Schenefeld. Im Gepäck haben sie ihr Erfolgsprogramm "Die Wende in 90 Minuten", das sie bereits 2010 auf die Forumsbühne brachten. Dabei widmen sich die Vollblutbeamten, bekannt aus dem Hörfunk, einer deutsch deutschen Freundschaft. Wie Jens Lehrich alias Hans Werner Baumann und Frank Bremser alias Oberamtsrat Alfred Clausen die Wiedervereinigung auf die Schippe nehmen, können Schenefelder ab 20 Uhr im Forum (Achter de Weiden 34) genießen. Karten gibt’s ab 27,50 Euro bei der Theaterkasse im "Stadtzentrum" oder unter (0 18 05) 44 70 (14 Cent pro Minute).
Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 18. März 2011 von Bettina Biester
SHMF adelt Schenefelds Forum
Istanbul, Granada, Berlin und jetzt Schenefeld: Das Schleswig-Holstein Festival Orchester ist international unterwegs. PT (2)
SCHENEFELD. Ein Traum wird wahr: In diesem Jahr gastiert das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) zum ersten Mal
in Schenefeld. Am 16. Juli um 16 Uhr erklingt im Forum das Kinderorchesterstück "Ali Baba und die 40 Streicher". "Das wird ein Hochgenuss für alle Schenefelder", freut sich Bürgermeisterin Christiane
Küchenhof.
Bereits vor vier Jahren soll es Gespräche gegeben haben, um das SHMF nach Schenefeld zu holen. Geklappt hat es nicht. Schuld waren angeblich der düstere Eingang des Forums sowie die
sanierungsbedürftigen Toiletten. Die wurden zwar nicht verändert, aber trotzdem hat Schenefeld es jetzt auf die SHMF-Landkarte geschafft.
Das hat die Stadt dem Einsatz des Kulturvereins Forum Schenefeld zu verdanken. "Wir freuen uns natürlich riesig, dass es dieses Mal geklappt hat", betont die Vereinsvorsitzende Marita
Peemöller.
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Dieses Jahr erwartet das Schenefelder Publikum jedenfalls ein ganz besonderes
Schmankerl: das Stück "Ali Baba und die 40 Streicher" - gespielt vom Schleswig-Holstein Festival Orchester. Das Stück erzählt eine Fortsetzung der Geschichte des Märchenhelden Ali Baba. Nachdem
dieser einen sagenhaften Schatz gefunden hatte, dient er nun am Hofe des Großwesirs als Klarinettist in einem Orchester. Dieses darf jeden Morgen den Wesir wecken. Doch da sich seine Gemahlin lieber
von einem Blasorchester aus dem Schlaf musizieren lässt, werden die Streicher kurzerhand verbannt. Sie dürfen nur unter einer Bedingung an den Hof zurückkehren: Sie müssen einen fliegenden Teppich
auftreiben.
Spannend und orientalisch: Damit passt das Stück genau zu dem Motto der diesjährigen Auflage des SHMF: "Merhaba Türkiye - Willkommen Türkei". Vom 9. Juli bis 28. August erklingen 131 Konzerte an 44
Orten und 77 Spielstätten - das Forum Schenefeld ist eine davon.Schriftliche Kartenbestellungen sind ab
sofort möglich unter: Kartenzentrale des SHMF, Postfach 3840, 24037 Kiel, Fax: (04 31) 2 37 07 11. Telefonischer Vorverkauf unter (04 31) 23 70 70 sowie der örtliche Ticketverkauf beginnen am 11.
April.
Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 23. Dezember 2010 von Nicola Rochlitz
Volles Haus: Scheibner hat’s geschafft
SCHENEFELD. So voll war es schon lange nicht mehr im Schenefelder Forum. Das, wovon das
Altonaer Theater nur träumen kann, ist Hans Scheibner geglückt. Mit einer witzig-bissigen Weihnachts- und Politsatire lockte der 74-Jährige die Zuschauer massenweise an. Bereits Wochen vorher gab es
keine Karte mehr. Ausverkauft. Scheibner ist in Sachen Unterhaltung einfach ein Publikumsmagnet.
Und damit nicht genug - 400 Zuschauer geben auch dem Kulturverein recht, die dem Kabarettisten und Liedermacher eine Bühne boten, nachdem das JUKS einen Auftritt ablehnte (wir berichteten). Ein Ja
vom Kulturverein, ein Nein vom JUKS - das führte sogar zum Streit unter den Kulturschaffenden.
Den Schenefeldern war das egal. Sie genossen die Show "Wer nimmt Oma?" mit Scheibner, seiner Ehefrau Petra Verena und Tochter Raffaela. Mehr als zwei Stunden unterhielt der Künstler die 400 Gäste mit
einer Mischung aus Vorträgen, Schauspiel und Gesang.
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Mit der Show von Hans Scheibner, so das Fazit vieler Gäste, hat der Kulturverein Forum Schenefeld wieder einmal ein Highlight in die Stadt geholt.
Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 17. November 2010
(lzi)
Strippende Polizisten und verliebte Bordsteinschwalben
SCHENEFELD. Das "Herz von St. Pauli" schlug an einem Abend ausnahmsweise einmal in Schenefeld. Der Kult-Song über den wohl bekanntesten Hamburger Stadtteil durfte in einer Show über das Leben auf der Reeperbahn natürlich nicht fehlen. 433 begeisterte Besucher verfolgten im ausverkauften Forum das Gastspiel der "pinneberger Bühnen", die ihr neues Stück "Night Fever - das Kiez-Musical" vorstellten.
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Auch die Choreographie überzeugte. Vor allem die Table Dancer legten furiose Auftritte hin und waren echte Hingucker. Die weiblichen Besucher hatten vor allem Augen für die männlichen Stripper, die in Frauenkleidern viel Bein zeigten und zum Schluss fast alle Hüllen fallen ließen. So waren auch wirklich alle Klischees vom Leben auf dem Kiez auf amüsante Art abgedeckt, und die Zuschauer konnten am Ende zufrieden nach Hause gehen. Manch einer dürfte auf dem Heimweg wohl noch leise das "Herz von St. Pauli" oder einen der anderen Kultsongs aus der Show gesummt haben.
Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 6. November 2010
( lzi)
"Biene Maja" und ein wenig Kuschelatmosphäre
SCHENEFELD. Mit der Titel-Melodie des Films "Krieg der Sterne" fingen sie an: Einen passenderen Start hätten David Harrington und Götz Östlind für ihr Konzert im Schenefelder Forum nicht finden können. Ihr Auftritt war schlicht "galaktisch" und riss die rund 300 Besucher von ihren Sitzen. Zwei Stunden boten die zwei, die als "Showpianisten" durch die Welt touren, eine Mischung, die es in sich hatte. Klassik, Boogie Woogie, Volkslieder, Schlager, Popklassiker und Musicalhits wie "Phantom der Oper" und "Ich war noch niemals in New York" - es war für jeden Geschmack etwas dabei.
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Volksnah wurde die Show, als die Ton-Akrobaten bei Fernseh-Klassikern wie der "Biene Maja" oder "Heidi" zum Mitsingen einluden und von einem erstaunlich textsicheren und enthusiastischen
Besucher-Chor begleitet wurden. Das begeisterte auch die Musiker. Harrington erklärte deshalb ganz unvermittelt, dass er gerne ein wenig kuscheln möchte. Also stürmte er von der Bühne Richtung
Publikum, kletterte über mehrere Stuhlreihen, schüttelte etliche Hände - und schaffte es auch noch, fehlerfrei zu singen. Nach dieser furiosen Darbietung gab es endgültig kein Halten mehr. Mit
"Standing Ovations" feierten die Besucher die beiden Pianisten.
"Wir kommen wieder", versprach Harrington dem jubelnden Publikum. Für ihn war der Besuch eine Rückkehr in die alte Heimatstadt. Denn er ging in Schenefeld zur Schule.
Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 05. Oktober 2010
Hinter den Kulissen: Zuschauer entdecken die Welt der Oper
SCHENEFELD. Breit gefächertes Repertoire: Der Förderverein Forum Schenefeld hat sein Programm um eine
Kinderoper erweitert. Am Wochenende wurde das Werk "Der kleine Schornsteinfeger" von Benjamin Britten aufgeführt - und das mit großem Erfolg.
"Wir wollen die Kinder auch außerhalb der Vorweihnachtszeit etwas bieten", sagte Marita Peemöller, Zweite Vorsitzende des Fördervereins, "und die Kleinen an die Kunstgattung Oper heranführen." Sie
dankte den Sponsoren, die die Aufführung ermöglicht hatten, darunter die Sparkasse Südholstein und Michalzik Bestattungen.
Das tessitura Musiktheater aus Hamburg unter der künstlerischen Leitung von Maximilian Ponader brachte die kindgerechte und gleichzeitig anspruchsvolle Oper auf die Schenefelder Bühne.
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Farbenprächtige Kostüme gaben ein stimmungsvolles Bild. Das Publikum kam in den Genuss von vielen Stimmen des Familien-Chores. Gesangliche Höhepunkte setzten die vier professionellen Solisten. Das Orchester unter der Leitung von Andreas Michalzik begleitete die Oper und machte die Emotionen
direkt hörbar.
Pinneberger Tageblatt/Schenefelder Tageblatt vom 12. Oktober 2010
Operetten-Hits im witzigen Dialog mit dem Publikum
Geliebte leichte Muse einer legendären Epoche: Der Operettenchor Hamburg bewies im Forum Schenefeld, das ungarisches Pusztafeuer,
Wiener Walzerseligkeit oder Pariser Salonfrivolität auch heute noch mitreißenden Charme und Witz versprühen können.
Mit temperamentvoller Ausstrahlungskraft und einer Lust am witzigen Improvisieren verstand es die Chorgründerin am Dirigentenpult, Doris Vetter, das Publikum mitzureißen.
Dies war bereits das vierte Gastspiel der Hamburger im Schenefelder Forum. Nach dem Beifall zu urteilen, der ihnen eine Zugabe nach der anderen abforderte, kommen die Operettensänger bestimmt gerne wieder.
Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom
17. September 2010:
Das Beste aus Operette und Musical
Der Hamburger Engelsaal steht in der Düpenaustadt für mitreißende Operettenabende, nun präsentierte das privat finanzierte Haus den Schenefeldern erstmals Volkstheater,
zwei Einakter von Anton Tschechow „Der Bär“ und „Der Heiratsantrag“…
"Was für ein wunderbares, freundliches Publikum", begeisterte sich Schauspielerin Eva Weissmann, die an diesem Abend zum ersten Mal im Forum auftrat…
Weissmann sowie Sven Dahlem und Tom Wodak, zwei alte Bekannte für das Schenefelder Publikum, wurden mit viel Beifall belohnt…
Lustig war es. Bühnenbild und Kostüme stimmten.
Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 7. Juni 2010
Haiou Zhang verzaubert Klassik-Liebhaber
Haiou Zhang zog am Freitagabend das Publikum im Schenefelder Forum mit Chopin in seinen Bann. Sein Auftreten verkörperte konzentrierte Leichtigkeit. Das galt auch für seine musikalische Darbietung. Mit seiner Unbeschwertheit nahm er das Publikum an die Hand und führte es mit voller Leidenschaft durch die vier Scherzi von Chopin.
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Am Ende des Konzertes waren die meisten Zuhörer so angetan, dass sie nur noch staunen konnten. Mit Standing-Ovation feierten die über 200 Schenefelder Klassik-Liebhaber den jungen Klassik-Star.
Selbst für Nicht-Klassikfans war der Abend eine Offenbarung wie sich gute Musik von einem überragenden Künstler anhören kann.
Schenefelder Tageblatt/Pinneberger Tageblatt vom 3. November 2009
(Günther Meier)
Spott und Sarkasmus gepfeffert
Die breit gefächerten Veranstaltungen des Kulturvereins genießen weit über die Stadtgrenzen hinaus Anerkennung. Das beweisen eindrucksvoll die Zuschauerzahlen. Keine Ausnahme machte dabei der Auftritt der Leipziger Pfeffermühle im Forum - einst Spitzenkabarett der DDR. Unter dem Titel "Kassa blanka" brachte das Ensemble einen satirischen Polit-Thriller auf die Bühne, der im wahrsten Sinn des Wortes gepfeffert war.
ImVisier: Leere Kassen in Bund und Ländern. Der Titel erinnert an die klassischen Vorlagen von Humphrey Bergmann und Ingrid Bobert. Mit bösen, sarkastischen und mit spöttelnden Zwischentönen nahm sich das Trio Marco Schiedt, Ute Loeck und Peter Mohr die leeren Kassen in Bund, Land und Kommunen vor.
